Heinz von Foerster, 90.
Im Paradies'' angekommen fühlte sich der Mathematiker und Kybernetiker schon zu Lebzeiten - denn so beschrieb er seinen 1976 bezogenen Alterssitz in den sanften Hügeln von Pescadero an der kalifornischen Küste. Länger auf der Suche blieb von Foerster nach seinem geistigen Ziel: dem Verständnis künstlicher Lebewesen. Diese Frage verfolgte ihn seit seiner Wiener Studentenzeit, und er nahm sie mit über den Atlantik. An der University of Illinois in Chicago gründete er das Biological Computer Laboratory. Dort entwarf er Denkmaschinen und entwickelte eine verschlungene Logik und Ethik der Selbsterkenntnis, gründend auf Gedanken seines Nennonkels, des Philosophen Ludwig Wittgenstein. Handle stets so, daß die Anzahl der Wahlmöglichkeiten größer wird", lautete sein ethischer Imperativ". Heinz von Foerster starb am 2. Oktober in Pescadero.
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